My little trip to Italy


Nachdem ich vor fast genau einem Jahr meinen ersten Workshop in Hamburg besucht hatte, stand für mich fest, dass ich das in jedem Jahr auch so machen wollte. Und weil ich ja kein Freund von Kinderkram bin musste es natürlich was Besonderes sein.
Ab ging´s also zu
Carmen und Ingo. Wie ich auf die beiden aufmerksam geworden bin, kann ich gar nicht mal mehr genau sagen, aber um die beiden mal für Menschen kurz zu umschreiben, die sich nicht so mit der Hochzeitsfotografie bzw. mit Hochzeitsfotografen beschäftigen, folgende kleine Geschichte: einer der Teilnehmer sagte während der Vorstellungsrunde, dass es Ihm vorkäme “ als wenn er gerade einen Workshop bei Michael Jackson besuchen würde!“ – oder so ähnlich. Jedenfalls sind die beiden keine ganz kleine Nummer, aber das mit Michael Jackson war dann doch leicht übertrieben;-)

Wie immer ohne mich großartig vorzubereiten, setze ich mich also am Montag in mein vollgetanktes und mit frischen Winterreifen bestücktes Automobil und nehme nachdem ich eine herzzerreißende Trennung von Hoppel hinter mir hatte ( man sah nur noch seine Pfötchen langsam die Glasscheibe hinuntergleiten gefolgt von seiner nassen Nase und dunklen Kulleraugen ;-( ) Kurs auf Freiburg – meine erste Zwischenstation. Da ich ja nur ein Bettchen zur Übernachtung brauchte, durfte es ruhig billig sein – die Quittung gab es am nächsten morgen, als das Badehandtuch nicht dicker war als ein Tempotaschentuch! Halb feucht ging es also weiter durch die Schweiz ( die nehmen im übrigen an den Raststätten so unverschämt viel Geld für´s stille Geschäft, dass ich mich jetzt noch …. egal – lassen wir das ) nach Italien. Das einzige was ich bis hierher vorbereitet hatte, war zu prüfen ob mein Navi auch die Karten der Schweiz und Italien gespeichert hatte. Wo es ganz genau hinging, wusste ich gar nicht und ich weiss es auch bis heute nicht – nur das es in der Toscana war, irgendwo zwischen Florenz und Pisa. Mehr muss man ja auch gar nicht wissen. Jedenfalls bin ich immer so stumpf, dass ich mich blind auf mein Navi verlasse, denn das Ding hat mich noch nie hängen lassen! ( bevor man hier den falschen Eindruck bekommt: ich bin in dem Alter in dem man früher noch nach richtiger Karte – also so einem Ding aus Papier – gefahren ist! Ich kann das also!!! )
Dank meines Navi´s weiss ich aber jetzt, warum die Italiener so kleine Autos fahren! „Jetzt bitte Links“ sagte die Tussi! „Wah? Da pass ich nicht mal durch, wenn ich nicht im Auto sitze!“ schrie ich zurück! Na, ja – eh ich mich versah stand ich irgendwo zwischen uralten Gemäuern in irgendeinem Bergdorf oder ähnlich mitten in Italien! Ein sehr alter Mann machte mich dann darauf aufmerksam, dass ich da so nicht stehen bleiben könnte und wohl an die Seite fahren sollte…. sehr witzig, bei 2,4 mtr. Straßenbreite und einem 1,82 mtr. breiten Auto! Der dann nötige Ausstieg auf der Beifahrerseite bei meiner Körperfülle sorgte dafür, das ich noch schön mein Autoradio geschrotet hatte und das ich schon, bevor ich einen Fuss auf das heilige Land gesetzt hatte, total begeistert war von dem Laden!

Gleich peinlich wurde es dann wieder an der Rezeption, wo ich natürlich kein Wort Italienisch Verstand und mein Ostfriesen Englisch auch nicht ankam. Zum Glück war Ingo ( Michael Jackson 😉 – ihr wisst schon ) am Empfang. Auch ihn verstand ich erstmal schlecht, bis mir auffiel, dass ich meine Hörgeräte im Auto hab liegen lassen!

Wie bisher immer in meinem Leben habe ich aber mein Schlafplatz gefunden und war erstmal glücklich, dass ich mein Auto auch wieder heile aus dem Micro Dorf rausbekommen habe ( komplett Rückwärts raus – und als wenn es nicht schon eng genug wäre in den Straßen dort, pflastern die Italiener die Gassen auch noch mit Blumenkübeln zu, rein vom Gefühl her haben die das aber erst gemacht, als sie gesehen haben, dass ich meinen deutschen Volkswagen durch die Gassen gedrückt habe und die wussten, dass ich da nur wieder Rückwärts rauskomme! Na ja, die kennen keine Parksensoren in ihren Miniautos – denn die haben mich sicher wieder rausgebracht! )

Los ging es am Dienstag Abend mit einem gemütlichen Kennenlernabend oben auf einer Terrasse. Dazu ein paar bissen Brot und irgendwie ein wenig undefinierbares Zeug, was aber nur mit sehr wenig Alkohol angemengt war. Macht ja nichts. Und dann passierte etwas, was mich die nächsten drei Nächte begleitet hat: Michael Jackson wurde „nahbar“ und trank Bier! Klasse, nur wo hatte er das Zeug weg! Ein paar Minuten später hielt auch ich mein verdienstes und sogar gutes Italienisches Bier in der Hand! Der Abend war also gerettet. Das einzige Problem was ich noch hatte zu diesem Zeitpunkt war, dass mein mir unbekannter Zimmernachbar / „Genosse“ aus der Schweiz noch nicht eingetroffen war. Ich näherte mich bereits vorsichtig dem Zustand in dem ich so ziemlich jede Sprache verstehen und sprechen konnte, machte mir jedoch eher Sorgen um das große „Ehebett“ und die Bettdecke. Ja – die „Bettdecke“ und nicht die „Bettdecken“! Ich bin nämlich für jeden Spaß zu haben, aber Bettdecken mit Männern teilen gehört zu den Sachen, die ich noch nie gemacht hatte und auch nie machen wollte! Gegen 22:30 Uhr unpünktlich wie es nicht unpünktlicher für einen Schweizer sein konnte, traf mein neuer „Kuschelfreund“ für die nächsten 3 Nächte, nach einer Autopanne im Basiscamp ein! Er hatte zum Glück bereits das Zimmer und das drohende Unheil gesehen und hat gegengesteuert! Ich weiss bis heute nicht woher, aber ich mag die Schweizer, denn er hat sich von irgendwo eine Matratze besorgt und hat mir kampflos ( ziemlich sicher aufgrund meines Facebook Profilbildes ) das riesen Bett alleine überlassen. Danke Roman, da gibt man doch gerne einen Euro in der Schweiz für ka…. aus wenn es hilft!

Im leicht angeheiterten Zustand lernte ich dann noch die beiden Pärchen für den folgenden Tag kennen, was mir durchaus zu gute kommen sollte für den folgenden Tag.

Mittwoch ging es dann also nach einem kräftigen Frühstück los…. kleine Vorstellungsrunde – kurzer Michael Jackson vergleich und los legten Carmen und Ingo! Was folgte war ein lustiger Tag, mit vielen Dingen die ich wusste und einigen wichtigen Sachen, die ich nicht wusste, über dich ich mir aber auch noch nie Gedanken gemacht hatte. Am späten Nachmittag hatte dann noch jeder die Gelegenheit bekommen Sussi mit Sepp zu fotografieren und Jae-In und Suk-Jae ( erstgenannte ist die Dame 😉 ) zwei Fotografen von www.weddingpilots.com. Das ganze Geschleime wie genial beide Pärchen waren, spar ich mir an dieser Stelle, ansonsten heben die noch ab! Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und alle vier waren grandios drauf, ansonsten hätte ich mich wohl kaum am Abend mit allen ein weiteres mal ….. egal – hier lesen auch Kinder mit!

Tag zwei, war dann ein wenig anstrengender da der Chef der gesamten Veranstaltung über einen recht akzeptablen Bestand an Weissbier aus Dosen am Vorabend verfügte. Aber auch hier gab es noch ausreichend Input für den kleinen Fotografen vom Land!

Ab hier wird es für nicht Fotografen eher sehr langweilig!

Carmen und Ingo haben nur zufällig heute über genau diesen Workshop ein Video raus gebracht. Ich selbst habe dieses 8 Stunden Video natürlich noch nicht gesehen und werde mir das Geld wohl auch sparen, weil ich trotz der langen Nächte ausreichend aufgepasst habe an beiden Tagen. Ich bekam von befreundeten Fotografen jetzt schon ein paar mal die Frage gestellt ob es sich gelohnt hat! Ich war mir vor den 3 Tagen in Italien selbst auch nicht sicher, ob es Sinn macht für mich den WS zu besuchen. Jetzt kann ich ganz klar sagen: JA! Die beiden ziehen die Hosen runter! Ob sie es im Video auch machen kann ich nicht sagen! Aber, man bekam die geballte Ladung „Fachwissen“ wenn es um das Buissnes geht! Was ich mir in 2 Jahren angeeignet habe, durch lesen, fragen, probieren durch kaufen u.s.w. bekam man hier direkt serviert. Vieles von dem, wie ich es mache, machen die beiden genauso. Einiges anders und ich weiss nun auch warum. Aber auch sehr viele Kleinigkeiten über die ich noch nicht nachgedacht habe, werden mich und sicher auch die anderen weiterbringen. Lohnen wird sich somit die DVD sicher für diejenigen die noch ziemlich am Anfang stehen und gerne mehr Hochzeiten fotografieren möchten. Auch wer noch mal ein Update braucht, oder neue Anregungen ist gut beraten mit der DVD. Wer jedoch hier neue „super Tricks“ sucht um ein besserer Fotograf zu werden bzw. meint danach bessere Fotos machen zu können, sollte eher woanders sein Geld investieren…. z.B. in die Masterclass bei Steffen Böttcher oder sonst einen Workshop. Für mich waren beiden Workshops, sowohl der von Steffen wie auch der von Carmen und Ingo in der Kombination perfekt! Was ein anderes Problem verursacht: Was mache ich im nächsten Jahr?! 😉

 

 

 

P.S.: Eine Sache habe ich mich vorher wirklich gefragt: “ Wie lange werde ich das Dauergrinsen von Carmen und Ingo voll halten und vor allem ist das alles nur gespielt oder packen die das auch drei Tage am Stück?! Ja – tun sie! Die beiden sind genau so wie auf den Fotos und Videos. Ständig wie zwei verliebte am rumturteln – ständig lachen die Beiden und haben Spaß an dem was sie tun! Kurz: die sind schon verdammt geil drauf!

Credits:
Concept and Styling: Doreen-Winking-Weddings
https://www.facebook.com/pages/Doreen-Winking-Weddings/198601010172185?fref=ts
Papeterie: DIe Exklusiven Einladungskarten
https://www.facebook.com/Die.exklusiven.Einladungskarten?fref=ts
Flowers: Doreen & Carmen
Hair and Makeup: Giulia Cresci
http://www.giuliamakeup.com/
Dress: Elfenkleid
https://www.facebook.com/elfenkleid?fref=ts
Cake and Patisserie: Heike Krohz von Süß und Salzig
https://www.facebook.com/heike.krohz?fref=ts
Location: Villa Sermolli
https://www.facebook.com/pages/Villa-Sermolli/283168895045714?fref=ts

 

7 comments
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  • Corinna11. November 2013 - 09:50

    Für’s nächste Jahr:
    http://www.edpeers.com/2013/workshops/every-wedding-is-an-adventure/ – wenn’s das dann noch mal gibt.

    Die beiden sind der Kracher und ich komm dann auch mit! ;DReplyCancel

  • Ernst11. November 2013 - 10:03

    Es bleibt dabei Thomas: Du bist einer der ganz wenigen, von denen ich mir so lange Blogeinträge tatsächlich durchlese und am Ende auch noch das Gefühl habe, dass es sich gelohnt hat. Weiter machen!ReplyCancel

  • Nicole11. November 2013 - 17:34

    Ein Workshop auf Mallorca vielleicht? Strandshooting? OK, das können wir auch bei dir machen *lach*

    Sehr unterhaltsam geschriebener Bericht! 🙂ReplyCancel

  • Daniela11. November 2013 - 18:35

    Dein Bericht verursacht Kopfkino und Bauchschmerzen vom Lachen. Deine Bilder sind mal wieder großartig! Weiter so! 🙂ReplyCancel

  • Moin Thomas, Dein Blog wird von Post zu Post besser. Oh mein Gott, was hab ich gelacht zwischendurch … herrlich 🙂 Deine Bilder sind fantastisch, richtig richtig gut! Du fährst mittlerweile in der Formel 1 der Fotografie. Gerne mehr davon! Falls Du jemals vor hast ein eigenes Buch zu veröffentlichen, lass es mich bitte wissen, ich kaufe es sofort!ReplyCancel

  • Roman22. November 2013 - 11:32

    Toller Blog, Ich frage mich nur was KA ist 😉
    Gruss aus der Eidgenossenschaft.

    RomanReplyCancel

  • Roman neu Schaller14. November 2018 - 18:34

    Hey wie läuft es mit dem Fotografieren? Unglaublich wie lange unser Workshop schon her ist 😉 Ich grüsse dich herzlich, ROMANReplyCancel